Die hohe Kunst der Fettverbrennung

Unsere Lebensgewohnheiten, die sich in letzten Jahrzehnten geändert haben, sind die Ursache für zunehmende Fettleibigkeit. Technische Hilfsmittel und zunehmend sitzende Tätigkeiten im Arbeitsalltag sorgen dafür, dass Bewegung zu kurz kommt. Zum anderen sind es schlechte Essgewohnheiten. Der zu häufige Verzehr von Fast Food ist nicht gerade figurfördernd. Gerne wird die Ursache für das eigene Übergewicht auf "erblich" bedingte Veranlagung geschoben. Das stimmt nur zu einem kleinen Teil. Meist ist es eine Ausrede, inaktiv zu bleiben. Denn jeder Mensch kann seinen Fettstoffwechsel mit den richtigen Methoden ankurbeln - es sei denn, es liegt eine Stoffwechselerkrankung vor. Dies kann Ihr Arzt feststellen.

 
Was sind die richtigen Methoden?

Regelmäßige Bewegung! Am Besten unter Anleitung eines Profis, der das Training auf die aktuelle Fitness- und Gesundheitssituation abstimmt. Im Idealfall sollte man sich 2 bis 4 Mal pro Woche für 30 bis 60 Minuten bewegen, besser gar: trainieren! Hinzu kommt eine gesunde, kalorienreduzierte Ernährung. Entscheidend ist, dass eine sog. negative Energiebilanz entsteht, d.h. man führt pro Tag weniger Kalorien zu als man durch körperliche Tätigkeit verbraucht.

 

Muss man hungern, um abzunehmen?
Ganz im Gegenteil. Von Crash-Diäten ist abzuraten, da der Körper die künstliche Kalorien-Verknappung als Hungersnot ansieht und den Stoffwechsel drosselt, um Energie zu sparen. Um wirklich Fett verbrennen zu können, muss der Körper in Sicherheit gewogenen werden, indem man sich immer satt isst, aber die Energiebilanz trotzdem täglich 500 bis maximal 800 Kalorien im Minus bleibt.

 

Verbrennt man auch Fett im Schlaf?
Ja. Bis zu 48 Stunden lang verbraucht der Stoffwechsel nach einer Trainingseinheit zusätzliche Energie. Dabei sollte man sich auf große Muskelgruppen konzentrieren, da hier der Nachbrenneffekt noch höher ist. Optimal geeignet sind Oberschenkel und Rücken. Je mehr Muskelmasse beansprucht wird, desto länger hält der Stoffwechsel sein Niveau.

 

Wie intensiv soll man denn trainieren?
Hier ist die Wissenschaft sich nicht immer ganz einig, welcher der Königsweg ist. Früher hieß es, mit einem Puls von 120 - 130 für mindestens 30 Minuten seine Ausdauer zu trainieren. Der Gedanke war: In diesem Pulsbereich ist der Anteil an Fettverbrauch am höchsten. Das Verhältnis liegt bei 80% Fett und 20% Kohlenhydratverbrauch.

Neueste Untersuchen zeigen, dass dieser sog. "Fettabbaupuls" ein weit verbreiteter Irrglaube ist. Es wird bei niedrigerem Puls zwar wie erwähnt prozentual mehr Fett verbrannt, aber nicht absolut. Einfach erklärt: Wer bei Puls 150 trainiert, kann in der gleichen Zeit in Summe deutlich mehr Kalorien abbauen. Der Anteil liegt hierbei zwar nur bei 60% Fett und 40% Kohlenhydratabbau, der Energieumsatz ist jedoch mit 16 Kalorien pro Minute doppelt so hoch wie bei einem Niedrigpulstraining.

 

Welche Trainingsform ist zu empfehlen?
Abwechslungsreiches Training aus intensiven, dafür kurzzeitigen Belastungen mit hohem Puls (140-160) und lang andauernden Belastungen mit niedrigem Puls (120-140). In jedem fall muss die Trainings-Strategie individuell auf Zielsetzung, Geschlecht, Alter, Fitnesszustand und Gesundheit abgestimmt werden. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Trainer, wir helfen Ihnen dabei!

 

Kann man Muskulatur trainieren, um Fett zu verbrennen?
Ja. Denn je mehr Muskeln man hat, desto mehr Kalorien verbrennt der Körper auch im Ruhezustand. Muskelmasse verbrennt ca. 20 Mal mehr Kalorien als Fettmasse. Eine Frau beispielsweise, die 3 Mal pro Woche Krafttraining betreibt, hat nach 6 Monaten genug Muskelmasse, um täglich ca. 10 bis 30 Kcal mehr zu verbrennen.

 
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